ALSIFLUX

Gießpulver und Gießpulvergranulate für den Strangguss, für Brammen-, Vorblock- (Bloom), Knüppel- (Billet) und Dünnbrammen- Anlagen.



Technische Funktionen von Gießpulvern
Die Entwicklung von ALSICAL Gießpulvern basiert auf der Einstellung chemisch verschiedener Komponenten und physikalischer Eigenschaften um für jedes Stahlwerk das optimale Verhalten beim Gießen zu erreichen. Ein Gießpulver hat heute folgende Funktionen zu erfüllen:

Rolle der Pulver- bzw. Granulat- Schicht:


Rolle der Schlackenschicht:



Einfluss einiger chemischer und physikalischer Charaktereigenschaften der Gießpulverschlacken auf das Verhalten beim Gießen:

Chemische Zusammensetzung

Zusammensetzung Alsiflux
Nimmt abNimmt ab
Nimmt zuNimmt zu
Vom Inhalt abhängig
~Kein Effekt
Im Kontakt mit dem Stahl in der Kokille arbeitet das Gießpulver bzw. Granulat als 3-Lagensystem (Pulver- / Sinter- / Schlacken- Schicht). Die ausreichende Menge an Pulver ist dann erreicht, wenn die Oberfläche dunkel erscheint. Die Schlacke ist im direkten Kontakt mit der Stahloberfläche. Die Schlackenschichtdicke ist optimal, wenn das Verhältnis mit der kontinuierlich abgezogenen Stahloberfläche und Aufschmelzzeit des Pulvers gut eingestellt ist.

Aluminium-Gehalt:

Gießpulverschlacken haben die Eigenschaft, das Aluminium bzw. Aluminiumoxid aus dem Stahl durch die Desoxidation des Stahles in sich aufzunehmen. Aluminiumoxid hat einen starken Einfluss auf die Viskosität der Gießpulverschlacken. Deshalb ist es wichtig, ein Gießpulver zu entwickeln, welches ein hohes Aufnahmevermögen von Aluminiumoxid hat und gleichzeitig eine stabile Viskosität behält um die notwendige Schmierung in der Kokille zu gewährleisten.

Viskosität (nach IRSID) hängt von der Aluminiumkonzentration ab. Eine hohe Aufnahme von Aluminium in der Schlacke erhöht die Viskosität. Das kann zu „Klebern“ führen, z.B. wenn die Gießgeschwindigkeit gesteigert wird.

Kohlenstoffgehalt:

Der freie Kohlenstoffgehalt im Gießpulver / -granulat kontrolliert die Aufschmelzgeschwindigkeit und “trennt” durch seine hohe Oberflächenspannung die noch festen von den schon geschmolzenen Gießpulverbestandteilen (Schlacke). Es ist oft erforderlich, dass bei ULC Stählen der Kohlenstoffgehalt sehr gering (bei ca. 1-2%) und bei Vorblöcken oft bis zu 25% gehalten wird. Diese Kohlenstoffgehalte, zugeschneidert auf das jeweilige Gießverfahren garantieren die optimale Schlackenhöhe in der Kokille.

Basizität:

Abhängig vom Verhältnis CaO / SiO2 (Basizität) wird die Schlackenschicht beim Abkühlen glasartig oder stark kristallin erstarren. Das ist wichtig für die Erkenntnisse im Regulieren der Wärmeabfuhr vom Stahl durch den Schlackenfilm zur Kokillenwand. Zum Beispiel wird für LC Stähle mehr glasartige Schlackenführung bevorzugt. Weiter hat die Basizität einen großen Einfluss auf:
 - Absorption des Aluminiumoxides aus dem Stahl
 - Erstarrungstemperatur der Schlacke
 - Viskosität der Schlacke

Einige Komponenten sind in der Lage, den Einfluss der Basizität zu abzuschwächen.

Viskosität:

Die Verfügbarkeit der Schmierfähigkeit von der flüssigen Schlacke, besonders am Gießspalt zwischen der Kokillenwand und dem flüssigen Stahlmeniskus, ist ein wichtiger Faktor. Dieses wird grundsätzlich durch die optimale Einstellung der Viskosität erreicht. In der Praxis liegen die meisten Gießgeschwindigkeiten zwischen 1 – 3,5 m/min, für Dünnbrammen sogar höher. Die Viskosität der Schlacke steuert auch im hohen Maße den Wärmefluss vom Stahl zur Kokillenwand.


Anforderungen an Gießpulvereigenschaften, abhängig von den Stahlgüten:
Die Stahlwerkskunden haben unterschiedliche Anforderungen an die Gießpulver. Nicht nur die technische Gießqualität ist wichtig, sondern alle anderen begleitenden Eigenschaften die das Umgebungsfeld berühren.

Einige Anforderungen sind hier global aufgeführt:


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